Mitteilungen 2021

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Nachfolgend lesen Sie unsere Mitteilungen und können sich auch über einen ganz wichtigen Unterstützer unserer Arbeit informieren: Buch-Aktion e.V. betreut das Mikrokreditprojekt, ein Projekt, bei dem ein Darlehen zum Aufbau eines eigenen kleinen Gewerbes vergeben wird.

Informieren Sie sich über dieses wichtige Mikrokreditprojekt direkt bei Buch-Aktion und lesen Sie deren aktuelle Mitteilungen!


Update November

Chris, 27.11.2021

Liebe Pat:innen und Freund:innen von Kwa Moyo,

uns hat hier in Deutschland die Pandemie wieder mehr oder weniger fest im Griff. Um so mehr hoffen wir, dass es Ihnen/Euch allen gut geht. In Uganda ist die Lage bereits seit einigen Wochen auf niedrigem Niveau stabil und die WHO geht bereits von einer Herdenimmunität aus.

Das war die erste gute Nachricht. Es gibt weitere:

> Das Homeschooling

läuft sehr gut und die Kinder der 4. und 5. Klasse haben bereits die ersten Prüfungen hinter sich. Das Ergebnis ist viel versprechend. Die Prüfungen für die Kinder der anderen Grundschulklassen werden gerade vorbereitet und auch hier erwarten wir gute Resultate. Es hat sich gezeigt, dass der Unterricht in Kleingruppen allen Schüler:innen gut tut, besonders natürlich denen, die in der Vergangenheit Probleme hatten.

> Lehrerfortbildung

Demnächst wird es wieder eine mehrtägige Fortbildung für unsere Lehrkräfte geben, bei der diese u.a. auch eine einheitliche Schrift, ähnlich der "vereinfachten Ausgangsschrift", die in Deutschland seit vielen Jahren an den Grundschulen gelehrt wird, erlernen werden. Das sorgt für ein einheitliches Schriftbild, das z.B. an weiterführenden Schulen von den Kindern erwartet wird. Da die Unterrichtssprache Englisch nicht die Muttersprache unserer Lehrer:innen ist, beinhaltet diese Fortbildung auch Hinweise auf häufige Fehler in der Aussprache und Schreibweise bestimmter Worte, vor denen auch Lehrkräfte nicht gefeit sind. Dafür kommen externe, speziell geschulte Referenten an unsere Schule.

Zur Evaluierung der Leistungen unserer Lehrkräfte werden die Prüfungsaufgaben der Kinder zusätzlich von externen Lehrkräften korrigiert. Wir folgen hier dem Beispiel führender Schulen in Uganda, um unseren Kindern die bestmögliche Bildung bieten zu können.

> Familienhilfe

Viele Pat:innen haben die Familie ihres Patenkindes in der Vergangenheit über die Patenschaft hinaus finanziell unterstützt. So wurden z.B. für die Anschaffung von Betten, die Fertigstellung bzw. den Bau von Dächern, Küchen, Toiletten oder sogar neuen Wohnhäusern zum Teil immense Summen gespendet. Wir waren und sind für diese Unterstützung jederzeit sehr dankbar. Gleichzeitig wissen wir aber auch, dass der Patenbeitrag an sich für manche Pat:innen bereits eine große finanzielle Belastung darstellt und eine zusätzliche Unterstützung des Patenkindes bzw. der Familie nicht möglich ist.

Deshalb haben wir überlegt, wie alle Familien in Notlagen gleichberechtigte Hilfe erhalten können und sind zu dem Entschluss gekommen, dass es sinnvoll ist, die Spenden für die Familienhilfe in einen Fonds zu überführen. Die Hilfe aus diesem Topf kann in Form eines Kleinkredits von allen Familien beantragt werden. Das Mikrokreditteam prüft die Anträge nach den Vorgaben des sehr erfolgreichen Mikrokreditprojekts und unterstützt die Familien bei der Ausarbeitung des bewährten Konzepts für die Rückzahlung. Danach sollen diese Familien möglichst ein Kleingewerbe gründen bzw. aufbauen, um neben der Darlehensrückzahlung und einem aufzubringenden Eigenanteil künftig von unseren finanziellen Hilfen weitestgehend unabhängig zu werden.

Auf diese Weise kann das gleiche Geld immer wieder vergeben werden und der Topf wird bestenfalls immer voller, sodass immer mehr Familien profitieren können. Außerdem geben wir so die Verantwortung wieder an die Familien zurück, was für deren Selbstbewusstsein und Ansehen auch über die Gemeinde hinaus sehr wichtig ist.

> Heiraten in Uganda

ist ein großes gesellschaftliches Ereignis, zu dem nicht selten mehr als hundert Gäste, in ländlichen Regionen oft das ganze Dorf, kommen. In unserer Projektregion gibt es einige Wochen vor der eigentlichen Hochzeit zunächst eine "Introduction Ceremony", bei der die Braut der Familie des Bräutigams offiziell vorgestellt wird. Bereits das ist zumeist ein großes Ereignis, für das Zelte, Tische und Stühle und Musikanlagen gemietet und Fotografen oder Videofilmer engagiert werden. Die Braut wird dafür mit mindestens einem "Gomesi", dem wunderschönen ugandischen Kleid mit den Puffärmeln und dem breiten Gürtel ausgestattet. Sie bekommt eine oft sehr kunstvolle Frisur und je, nach Möglichkeit, auch glitzernden Schmuck. Sie will sich ja von ihrer besten Seite zeigen.

Die Männer tragen hierbei oft die traditionellen langen weißen Kleider, die "Kanzu" heißen. Viele jüngere Männer mögen es etwas bunter und bevorzugen ein "Ekitengi", ein Hemd, über dem oft auch ein Sakko getragen wird. Kleidung hat in Uganda bei Festlichkeiten einen großen Stellenwert, steht sie doch auch für Respekt für die Älteren, für Tradition und Zugehörigkeit.

Noch wichtiger und oft auch noch größer ist die eigentliche Hochzeit. Es ist nicht gerade billig, so viele Menschen zu verköstigen, weshalb sowohl für die "Introduction Ceremony" als auch für die eigentliche Hochzeit "Budgets" erstellt werden, auf denen wirklich die Kosten für alles detailliert aufgelistet sind: von der Kleidung der Blumenmädchen, der Brautjungfern, der männlichen Trauzeugen über den Blumenschmuck, die oben bereits genannten Dinge bis hin zum Essen. Diese "Budgets" werden an Freunde und Verwandte gegeben und jeder teilt im Vorfeld mit, welche Kosten er übernimmt und gibt seine "Contribution" zu gegebener Zeit. Auch der Arbeitgeber wird informiert und erhält das Budget und es ist üblich, dass auch dieser etwas gibt.

So sind wir dieser kulturellen Verpflichtung nachgekommen und haben anlässlich der Hochzeit unseres Sozialarbeiters Nathan Kaita Anfang November im Namen aller Pat:innen einen Betrag gegeben, der half, die Kosten der Hochzeitsfeier zu decken. Da wir viele junge Mitarbeiter:innen haben, die wohl nach und nach alle den Bund der Ehe eingehen werden, kommt das noch öfter auf uns zu und wir sind für jegliche Unterstützung dankbar.

Nathan und Beth, ein Foto des glücklichen Paars


> Lebensmittelpakete zu Weihnachten

Diese sehr schöne Tradition, mit der wir auch die Geschwisterkinder unsere Kinder erreichen, werden wir auch dieses Jahr fortsetzen. So erhält jede Familie ein Lebensmittelpaket mit einigen Kilos Reis, Maismehl, Zucker, Salz, Öl, Teeblättern und dem für viele so unerschwinglichen Stück Fleisch. Außerdem gibt es eine Stange Seife für die Körper- und Wäschepflege. So ein Paket kostet etwa 20 €.

Viele Pat:innen haben das scheinbar fest in ihrem Kalender stehen, denn es sind schon einige Spenden für die Weihnachtspakete auf unserem Konto eingegangen. Hierfür sagen wir herzlichen Dank und freuen uns über weitere Zuwendungen, damit wir vielleicht auch noch eine Dose Vaseline für die Hautpflege beipacken können.

Das war es erst einmal, wir melden uns aber vor Weihnachten aber noch einmal und können dann hoffentlich nur gute Prüfungsergebnisse der Kinder vermelden.

Wir danken allen für die Liebe zu unseren Kindern und deren Familien, für die Unterstützung derselben und des gesamten Projekts und für jegliches Feedback, das zumeist sehr schön, aber immer hilfreich ist.

Einen schönen 1. Advent und eine besinnliche und vor allem gesunde Vorweihnachtszeit wünscht im Namen des gesamten Teams
mit herzlichen Grüßen

Christine Camara


Update Oktober

Chris, 06.10.2021

Liebe Pat:innen und Freund:innen von Kwa Moyo,

der Herbst hat begonnen und mit ihm die Erkältungszeit. Wir hoffen, dass es allen gut geht und dass uns bestenfalls ein goldener Oktober bevorsteht.

Es gibt wieder einiges aus dem Projekt zu berichten:

> Home Schooling

In seiner Rede vom 22. September 2021 (Wortlaut siehe hier) erklärte Ugandas Präsident Yoweri Kaguta Museveni, dass Schulen nur für bestimmte Klassen geöffnet werden dürfen. Für unsere Schule bedeutet das, dass sie frühestens im Januar geöffnet werden kann.

Damit auch die Vorschulkinder, die bereits seit mehr als 1,5 Jahren keinerlei Unterricht mehr hatten bzw. seit ihrer Aufnahme bei Kwa Moyo noch gar keinen Unterricht hatten (Aufnahme 2020+2021), endlich Unterricht erhalten, wurde der Plan für den Heimunterricht inzwischen noch mehrmals erweitert:
Bereits mit Beginn der 2. Septemberwoche wurde die Top Class mit zunächst einem Unterrichtstag in den Unterrichtsplan integriert.

Seit Ende September erhalten auch die Kinder der Middle Class Heimunterricht und seit dieser Woche auch die ganz Kleinen der Baby Class. Die Unterrichtstage für die Top Class wurden zu Vorbereitung auf die Einschulung in die erste Grundschulklasse auf wöchentlich zwei erhöht.

Somit findet nun erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit Unterricht für alle Kinder statt. Alle Lehrer:innen, aber auch die nicht unterrichtenden Mitarbeiter:innen sind mit der Versorgung der Kinder gut ausgelastet. So muss jeden Tag der Unterricht vorbereitet, das Material bereitgestellt und die entsprechende Anzahl an Mahlzeiten (Frühstück und Mittagessen) zubereitet und ausgeliefert werden.

Der neue Unterrichtsplan sieht so aus:

  • MO: P 5 + P 4
  • DI: P 3 + P 2
  • MI: P 1 + Baby Class
  • DO: P 2 + P 3
  • FR: P 4 + P 5
  • SA: Middle Class +  Top Class

Wir freuen uns sehr für die Kinder und sind unserem Team vor Ort sehr dankbar für das anhaltende große Engagement an 6 Tagen in der Woche.

Fotos von den 3 Vorschulklassen beim Heimunterricht werden zeitnah hier zu finden sein.

> Girls´ Talk

Auch im September gab es zwei Treffen mit der Mädchengruppe. Beim ersten Treffen waren fast alle Mädchen anwesend. Prossy schrieb dazu:

"Ich möchte Ihnen mitteilen, dass die Mädchen gestern während ihrer Sitzung in die Fertigkeit des Herstellens von Fußmatten eingeführt wurden. Das Ziel ist, ihnen neben dem Wissen, das sie in der Schule erwerben, für ihre Zukunft lebenslange Fähigkeiten zu vermitteln, mit denen sie auch ein Einkommen erzielen könnten. Es bietet den Mädchen auch die Möglichkeit, sich in ihrer Freizeit sinnvoll zu beschäftigen.

Diese Sitzung wurde von der Lehrerin Bridget moderiert und die Materialien, die für den Start verwendet wurden, waren Häkelnadeln, Wolle, Polyäthylenpapiertüten und eine Schere."

Dann erklärt sie, wie Lehrerin Bridget den Mädchen, die einzelnen Arbeitsschritte zeigt und sie in der Verwendung der Häkelnadel unterweist. Alle waren mit Feuereifer bei der Sache und hatten Spaß.

Zu diesem Thema gab es Ende September ein weiteres Treffen und ein Drittes wird folgen, damit alle Mädchen ihre kleinen "Mustermatten" fertigstellen können. Als nächstes sollen die Mädchen dann die Produktion von wieder verwendbaren Binden erlernen.

Da es eine große Anzahl weiterer Mädchen im Alter zwischen 11 und 13 Jahren gibt, wurde diese Woche eine zweite Gruppe (Gruppe B) gegründet, die gestern ihr erstes Treffen hatte. Genau wie die Gruppe A wurden diese Mädchen in der ersten Sitzung über die Veränderungen ihrer Körper und die damit einhergehenden Auswirkungen auf Stimmung und Befinden unterrichtet. Sie erfuhren, dass die Menstruation ein ganz normaler, natürlicher Vorgang ist und erhielten Anleitung, wie sie damit umgehen können.

Zu diesem ersten Treffen erschienen 34 (!!) Mädchen, von denen einige noch deutlich jünger als 11 Jahre waren. Dies zeigt, wie groß das Interesse am Girls´ Talk ist. Die noch zu jungen Mädchen werden zu einem späteren Zeitpunkt in die nächste Gruppe aufgenommen werden.

Das war das Wichtigste der letzten Wochen. Wenn es wieder etwas zu berichten gibt, werden wir dies tun.

Vielen herzlichen Dank für die Liebe und Unterstützung für unsere Kinder und deren Familien und für das gesamte Projekt.

Alles Gute und herzliche Grüße im Namen des gesamten Teams
Christine Camara


Update Ende August

Chris, 31.08.2021

Liebe Pat:innen und Freund:innen von Kwa Moyo,

wir hoffen, dass es allen gut geht und dass der Sommer noch einmal zurückkommt, damit alle, denen er Schrecken brachte, oder die nicht verreisen konnten, vielleicht noch einige wärmende Sonnenstrahlen genießen können, bevor der Herbst unser Wetter bald vollständig bestimmt.

Unser Team in Uganda arbeitet auf Hochtouren und so gibt es wieder einiges zu berichten:

> Home Schooling

Wie vor drei Wochen bereits berichtet, erhalten die Kinder nun Heimunterricht.

Zunächst galt dies nur für die 3., 4.und 5. Grundschulklasse, die in sechs ausgewählten Haushalten (study centers) an 5 Tagen je Woche in gleich bleibenden Gruppen von 5-7 Schüler:innen unterrichtet wurden.

Bereits nach wenigen Tagen zeigte sich jedoch, dass das System, alle Klassen gleichzeitig zu unterrichten, geändert werden musste, da sich beim Wechsel zu viele Kinder in den einzelnen Haushalten begegneten. Die einen warteten schon, während die anderen noch Unterricht hatten. Deshalb fand der Unterricht bereits in der zweiten Woche klassenweise an zwei unterschiedlichen Tagen statt. Hierfür wurde der Samstag dazu genommen. So hatte z.B. die P 5 am Montag und Donnerstag Unterricht, die P 4 am Dienstag und Freitag und die P3 am Mittwoch und Samstag.

Das lief richtig gut und es wurde beschlossen, ab der darauf folgenden Woche auch die Kinder der P 1 und P 2 mit einzubeziehen, da diese bereits seit März 2020 keinen richtigen Unterricht mehr gehabt hatten. Nun sollten die P 1 bis P 4 nur einmal pro Woche lernen und die P 5 an zwei Tagen. In der darauf folgenden Woche wäre die P 4 mit zwei Unterrichtstagen dran, und wieder eine Woche später die P 3. Der Fokus wurde und wird auf die höheren Klassen gelegt.

Alles spielte sich hervorragend ein, die "study centers" wurden mit ausreichend Tischen und Bänken ausgestattet und die Zubereitung und Lieferung der Mahlzeiten klappte auch prima. So wurde nach nur einer weiteren Woche beschlossen, doch wieder zwei Klassen pro Tag zu unterrichten, damit die höheren Klassen wieder von mehr Unterrichtstagen profitieren können. Seit letzter Woche sieht der Unterrichtsplan so aus:

  • MO: P 5 und P 4
  • DI: P 3 und P 2
  • MI: P 5 und P 1
  • DO: P 3 und P 2
  • FR: P 5 und P 4
  • SA: P 5 und P 4

Die erste Woche war ein voller Erfolg. Die Kinder sind glücklich und hoch motiviert. Bis wir die Schule in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft wieder öffnen dürfen und auch die ganz Kleinen wieder kommen können, werden wir dieses Modell beibehalten.


> Müttergespräche

Die Gespräche mit den Müttern unserer Kinder u.a. zum Thema Familienplanung werden fortgeführt, ebenso die Hausbesuche. Die jeweiligen Pat:innen werden von den Patenbetreuerinnen ausführliche Berichte dazu erhalten. Da es einige sind, kann es durchaus etwas dauern, bis alle ihren erhalten und wir bitten um Geduld.


> Girls´ Talk

Auch die Gesprächsrunden mit den heranwachsenden Mädchen wurden im August an zwei Tagen fortgeführt. Sehr erfreulich ist, dass beide Male fast alle eingeladenen Mädchen anwesend waren. Beim ersten Treffen am 18. August erhielten die Mädchen die Möglichkeit über ihre Gefühle und Stimmungen zu sprechen, die die Pubertät mit sich bringt. So sollten ihnen Ängste und Unsicherheiten, was mit ihrem Körper nun geschieht, genommen und insbesondere die Auswirkungen auf Körper und das eigene Gefühlsleben nochmals erklärt und vertieft werden. Die Mädchen erhielten erneut ausführliche Informationen zum Thema Körperhygiene und jeweils zwei neue Unterhosen.

Beim zweiten Treffen, das eine Woche später stattfand, ging es um den Platz der Mädchen als heranwachsende Frauen in der Familie und in der Gemeinde. In ländlichen Regionen ist die Rolle der Frau traditionell eng mit Haushalt und Kindererziehung verbunden. Um so wichtiger war es, dass Prossy und Jackline, die den zweiten Teil des Treffens moderierte, die Mädchen aufforderten, regelmäßig am Unterricht teilzunehmen, eifrig zu lernen und ihre Schulaufgaben zu machen. Denn mit einem guten Schulabschluss öffnen sich für sie neue Wege, ihre Zukunft nach ihrem Willen zu gestalten und ein weitestgehend selbst bestimmtes Leben zu führen.

Im zweiten Teil dieses Treffens erfuhren die Mädchen, wie sie sich selbst vor Übergriffen und sexueller Belästigung, die es leider auch in unserem Projektgebiet gibt, schützen, indem sie z.B. nicht alleine bei Dunkelheit unterwegs sind.

Wir möchten unsere heranwachsenden Mädchen ermutigen, selbstbewusst zu ihren Vorstellungen und Wünschen zu stehen und ihnen immer wieder vermitteln, dass sie Rechte haben. Dahinter steht auch der Gedanke, dass sie ein „Multiplikator“ in unserem Projektgebiet werden und somit ein öffentliches Bewusstsein geschaffen wird.

Auch zu diesen Gesprächen erhalten die Pat:innen der Mädchen in der nächsten Zeit etwas ausführlichere Berichte.

Das war das wichtigste der letzten Wochen. Wir warten auf die nächste Rede des Präsidenten, damit wir wissen, wie es weitergeht. Wir werden zu gegebener Zeit berichten.

Vielen herzlichen Dank für die Liebe und Unterstützung für unsere Kinder und deren Familien und für das gesamte Projekt.

Alles Gute und herzliche Grüße im Namen des gesamten Teams
Christine Camara


Immer wieder: Wasser

Dieter, 18.08.2021

Das Thema Wasser beschäftigt uns immer wieder. In unserem Kwa Moyo - Bildungszentrum ist fließendes Wasser kein Selbstverständnis. Aus diesem Grund stellen wir Trink- und Brauchwasser zur Verfügung.

Aber nicht nur dies: Infolge heftigen Regens fließen große Wassermengen über das Grundstück, was immer wieder zu Gebäudeschäden führt. Deshalb war der Bau einer Drainage dringend notwendig.

Weitere Informationen und Bilder gibt es hier.


Unsere erste Erfahrung mit dem Heimunterricht

Chris, 15.08.2021

Wie bereits im Update August mitgeteilt, müssen die Schulen in Uganda noch immer geschlossen bleiben. Damit unsere Kinder nicht noch mehr Unterricht verpassen, erhalten die Klassen P3 bis P5 (3., 4. und 5. Grundschulklasse) seit Mitte letzter Woche in kleinen Gruppen von 5 bis 7 Kindern Heimunterricht.

Bereits nach wenigen Tagen hat sich gezeigt, dass das System, alle Klassen gleichzeitig zu unterrichten, geändert werden muss, da sich beim Wechsel zu viele Kinder in den einzelnen Haushalten begegnen. Die einen warten schon, während die anderen noch Unterricht haben.

Deshalb wird ab Montag klassenweise an jeweils 2 Tagen pro Woche unterrichtet, also z.B. die P3 am Montag und Dienstag, die P4 am Mittwoch und Donnerstag und die P5 am Freitag und Samstag. Das sorgt für kleinere Gruppen mit mehr Abstand, in denen noch intensiver auf die einzelnen Schüler:innen eingegangen werden kann.

Wir lernen den Heimunterricht mit so vielen Kindern ja gerade noch und zum "learning by doing" gehört eben auch "trial and error" (Versuch und Irrtum). Die Gefahr ist zwar ohnehin gering, da überwiegend im Freien unterrichtet wird und alle Maske tragen, aber es kann nur besser werden. Zum besseren Schreiben werden wir die Kinder wohl mit Klemmbrettern ausstatten oder einfach mehr Tische zur Verfügung stellen.

Vielen Dank an unser Team und die Lehrer für´s Organisieren und an die Familien, die ihr Haus / ihren Hof zur Verfügung stellen.


Update August

Chris, 10.08.2021

Liebe Pat:innen und Freund:innen von Kwa Moyo,

wie immer in diesen Tagen hoffen wir, dass es allen gut geht. Das heutige Update bringt endlich mal wieder überwiegend gute Nachrichten.

Wir hatten so sehr gehofft, dass die Kinder - wie von der Regierung zunächst geplant - spätestens am Montag, 09.08.2021, wieder zur Schule kommen können. Der Lockdown wurde ab Anfang August zwar in mancherlei Hinsicht gelockert, aber die Schulen müssen trotzdem für weitere sechs Wochen geschlossen bleiben.

Die Kinder haben bereits so viel Zeit verloren, und sie noch einmal sechs Wochen warten zu lassen, kam für uns  nicht in Frage. Wir haben deshalb beschlossen, die Kinder in Kleingruppen im "Home schooling" zu unterrichten. Wie das genau gehen kann, ohne die auch in Uganda geltenden Sicherheitsregeln zu verletzen, berieten Thomas und unser Leitungsteam gestern Vormittag in einem Treffen mit den Lehrer:innen, dem Küchenteam und den Sicherheitsleuten.



Wir werden wie folgt vorgehen:

  • Zunächst werden die Kinder der 3., 4. und 5. Grundschulklasse unterrichtet (P3, P4 und P5). Die anderen Kinder müssen leider noch etwas warten, bis wir erste Erfahrungswerte haben, wie effektiv diese Art von Heimunterricht überhaupt ist.
  • Der Unterricht wird in Kleingruppen von 5 bis 7 Kindern in 8 ausgewählten Haushalten stattfinden, die groß genug sind, um die Einhaltung der Abstandsregeln zu ermöglichen. Jede Gruppe wird von 3 Lehrkräften unterrichtet.
  • Unterrichtszeit ist von morgens 8 Uhr bis mindestens 16 Uhr und Kinder und Lehrkräfte bekommen in den Pausen sowohl ein Frühstück als auch ein Mittagessen geliefert, da dies zum Glück jetzt wieder erlaubt ist.
  • Um noch in dieser Woche mit dem Unterricht beginnen zu können, wurden die Kinder der P3 bis P5 an die Schule gerufen, wo sie ihre Unterrichtshefte erhielten.
  • In jedem der "Unterrichtshäuser" wird es ausreichend Desinfektionsmittel geben und Lehrer:innen wie Kinder werden durch das Team mit den Masken ausgestattet, die wir in sehr großer Zahl (10.000!!!) von der Firma LEMO aus Niederkassel gespendet bekommen haben (siehe nachfolgenden Artikel).

Auch die anderen Familien erhalten bei den Fahrten durch die Dörfer nach und nach Masken (große Menschenansammlungen sind noch immer zu vermeiden) und werden von unserem Team noch einmal für die AHA-Regeln sensibilisiert.

Fotos zum Heimunterricht und der Verteilung der Masken wird es in Kürze hier geben.

Wir werden zu gegebener Zeit erneut berichten und wünschen bis dahin allen eine schöne Sommerzeit bei bester Gesundheit.

Herzliche Grüße im Namen des gesamten Teams
Christine Camara


Es waren einmal ...

Chris, 27.07.2021

... 10.000 Mund-Nase-Masken. Diese Masken lagen bei der Firma LEMO aus Niederkassel, weil die sie produziert hatte. Und weil die Inhaber und Mitarbeiter der Firma LEMO sehr liebe Menschen sind, haben sie uns diese 10.000 Masken geschenkt und auch noch für den Transport nach Uganda bezahlt.

Die Masken kamen nach ein paar Wochen in Uganda an. Nachdem wir die Gebühren entrichtet hatten, passierten sie den Zoll und dann wurde es kompliziert, denn die Mitarbeiter der ugandischen Gesundheitsbehörde hatten plötzlich ganz viele - sicher berechtigte -  Fragen.

Nachdem die Firma LEMO selbst freundlicherweise all diese Fragen beantwortet und ganz viele Nachweise geschickt hatte, dauerte es ein paar Wochen, bis es hieß, dass wir die Masken in Kampala im Cargo abholen dürfen. Unser Team vereinbarte einen Termin und reiste nach Kampala zur für die Abwicklung zuständige Cargo-Firma.

Als es dort ankam, waren die Masken verschwunden. Angeblich hatte die Gesundheitsbehörde sie in Verwahrung. Also teilte sich das Team auf und ein Teammitglied fuhr quer durch Kampala zur Gesundheitsbehörde. Da waren die Masken aber nicht und es hieß, dass sie vielleicht doch noch am Flughafen in Entebbe seien. Also fuhr das Team nach Entebbe. Aber auch dort waren die Masken nicht. Zurück im Cargo sagte man dann, dass man nachforschen werde. Das war im August 2020. Wir hatten die Hoffnung schon aufgegeben und die Masken schon "abgeschrieben".

Aber kaum wartet man ein Jahr - schwupps! - schon sind die Masken wieder da -  erstaunlicherweise im (wohl nicht ganz so zuverlässigen) Cargo und das mitten im Lockdown, wo es fast unmöglich ist, zu reisen. Für eine ordentliche Transportgebühr und eine saftige Lagerräumungsgebühr hätte man uns die Masken auch geliefert, aber nur, wenn wir bis Samstag (2 Tage später) bezahlen würden - sonst gingen sie zurück nach Deutschland, erzählte man unserem Team … ein echter Schenkelklopfer!!!

Wir haben die Transportgebühr nicht bezahlt und die Masken trotzdem bekommen, weil der Ehemann unserer Mitarbeiterin Prossy eine Genehmigung für Fahrten zwischen Kampala und seinem Wohnort Jinja hatte. Vielen Dank an Mr. Henry Mulumba, der extra nach Kampala gefahren ist, um die Masken dort abzuholen. Inzwischen sind sie auch sicher in Mbale angekommen und werden nun nach und nach verteilt, da große Menschenansammlungen auch jetzt noch nicht erlaubt sind.

Herzlichen Dank an unseren Paten Uli, der alles eingefädelt und den Kontakt zur Firma LEMO hergestellt hat und EINEN GANZ GROSSEN DANK AN DIE FIRMA LEMO IN NIEDERKASSSEL-MONDORF!!!  


Update Juli

Chris, 17.07.2021

Liebe Pat:innen und Freund:innen von Kwa Moyo,

wir hoffen, es geht allen gut. Die katastrophalen Auswirkungen des Wetters der letzten Tage haben gezeigt, dass es auch hier bei uns jeden treffen kann und unsere Gedanken sind auch bei denen, die den Verlust von Hab und Gut oder, schlimmer noch, den von Angehörigen erlitten haben.

In Uganda wurde der Lockdown inzwischen noch einmal für weitere 42 Tage verschärft. Öffentlicher Transport und Privatfahrten sind nun erneut verboten. Boda-bodas (Motorrad-Taxis) dürfen nur noch Waren transportieren und die Ausgangssperre wurde auf 19 Uhr vorverlegt.

In den Dörfern geht das Leben zwar fast ungehindert weiter, aber für unser Team, das vom etliche Kilometer entfernten Mbale nach Bwikhasa und zurück pendeln muss, bedeutet dies eine große Herausforderung. Unser stellvertretender Vorsitzender Thomas Eislöffel ist gerade in Uganda und er konnte erreichen, dass wir die Genehmigung, die es registrierten Touristenfahrzeugen und LKW mit maximal 2 Personen erlauben, trotzdem unterwegs zu sein, auch erhalten. Diese Genehmigung muss jede Woche erneut beantragt/verlängert werden.

Eigentlich hatten wir geplant, die Kinder der 4. und 5. Klasse ab dem 7. Juni zusammen mit denen der P1 bis P 3 einfach weiter lernen zu lassen, damit sie noch möglichst viel aufholen können.   Aber das geht wegen der erneuten Schulschließung leider nicht und deshalb haben "die Großen" ein Zeugnis für die kurze Unterrichtszeit von April bis Juni erhalten.

Die Zeugnisse einiger Kinder waren nach so langer Zeit ohne richtigen Unterricht nicht wirklich gut, aber bei vielen war die Beurteilung nur unwesentlich schlechter als die letzte von 2019, und einige konnten richtig gut mithalten. Natürlich sind hier die Lebensumstände der Kinder und auch die Bedeutung, die die Eltern der Bildung beimessen, von großer Bedeutung. Von unserer Seite aus haben wir alles getan, um die Kinder sofort wieder mit Lernmaterial zu versorgen

Wir überlegen gerade noch, die Kinder der P 4 und P 5, die gute Ergebnisse erzielt haben, doch in die nächsthöhere Klasse vorrücken zu lassen. Den älteren Kindern läuft die Zeit davon, was für eine Versetzung spricht, aber wir sind hin- und hergerissen, weil wir auch eine Überforderung und dadurch Misserfolge in der 5. bzw. 6. Klasse vermeiden wollen.

Wir warten mal ab, wie sich die Situation weiter entwickelt und hoffen, den Unterricht für alle Kinder bald wieder aufnehmen zu dürfen. Letztendlich werden wir die Entscheidung wohl den Lehrkräften überlassen, weil die die Kinder am besten kennen und die Leistungen am ehesten einordnen können.

Wir sind, sobald dies wieder erlaubt ist, für eine schnelle Schulöffnung vorbereitet.

Über die Inzidenzzahlen in Uganda gibt es keine verlässlichen Informationen, was vielleicht auch politisch gewollt ist. Bekannt ist aber, dass in den großen Städten mit wesentlich mehr Einwohnern, mehr Menschen erkrankt sind, als in den ländlichen Regionen. Auch ist das Bewusstsein der Bevölkerung COVID 19 betreffend unterschiedlich stark ausgeprägt. Thomas berichtete jedenfalls, dass das Leben in den Dörfern "ganz normal" weitergeht und es nur ab und zu Straßensperren gibt. Wer dann kontrolliert wird und ohne Genehmigung unterwegs ist, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.

Es ist Erntezeit und die Menschen ernten gerade die Früchte ihrer Arbeit. Derzeit haben die Familien in den Dörfern, anders als in den großen Städten, ausreichend zu essen, weshalb eine Ausgabe von Lebensmitteln bisher noch nicht nötig war. Da wir dachten, dass ab dem 7. Juni  wieder ganz viele Kinder an der Schule sind, ist unser Lebensmittellager voll. Wir halten nun alles für den Notfall vor und können bei Bedarf schnell reagieren.  

Die neuen Wassertanks sind bereit, das Regenwasser von den Dächern aufzunehmen und die Arbeiten an der Drainage gehen gut voran.

Sehr gut ist auf den Bildern auch die wunderschöne Bepflanzung und Begrünung des Schulgeländes zu sehen, die auch zur Reduzierung des Fließwassers auf dem abschüssigen Gelände beiträgt.

Wir werden euch auf dem Laufenden halten und über eventuelle Änderungen der Lage sofort berichten.
Herzlichen Dank für all die Unterstützung und das Lob für die Arbeit an unserem gemeinsamen Projekt!

Christine Camara


Tag des afrikanischen Kindes

Chris, 17.06.2021

Der "Tag des afrikanischen Kindes" findet nicht so statt, wie wir es uns erhofft hatten. Wir mussten die Schule, wie bereits mitgeteilt, am 7. Juni wieder schließen, da ein erneuter Lockdown angeordnet wurde.

Unsere Liebe und unsere Gedanken sind bei den Kindern und wir hoffen, dass alle im August wieder durchstarten können.

Alles Gute zum "Tag des afrikanischen Kindes" für alle Kinder in Afrika!

Bilder vom Tag des afrikanischen Kindes aus dem Jahr 2019 (2020 fand die Feier ja leider auch schon nicht statt).


Erneuter Lockdown in Uganda

Chris, 10.06.2021

Wir hier freuen uns über sinkende Fallzahlen und die dadurch wieder gewonnenen Freiheiten. Die Menschen in Uganda genossen diese schon seit vielen Wochen wieder.

Auch unsere Kinder der ersten bis dritten Klassen haben sich gefreut, dass sie ab dem 7. Juni wieder zur Schule gehen dürfen, doch leider mussten wir sie wieder nach Hause schicken, da Uganda wegen stark gestiegener Fallzahlen vor allem unter Kindern und Jugendlichen seit Montag wieder für zunächst 42 Tage in einen erneuten Lockdown ging.

Wir wissen noch nicht genau, wie es weitergeht und warten auf eine Rückmeldung von unserem Team vor Ort. Sobald wir weitere Infos haben, melden wir uns erneut.

Es tut uns leid, dass wir keine bessere Nachricht haben und wir hoffen, dass sich die Situation schnell stabilisiert.

Herzliche Grüße im Namen des gesamten Teams
Christine Camara


Update Mai

Chris, 26.05.2021

Liebe Pat:innen und Freund:innen von Kwa Moyo,

seit dem letzten Update ist bereits einige Zeit vergangen und wir möchten Sie / euch gerne über das informieren, was inzwischen passiert ist und auch einen kleinen Ausblick auf das geben, was in der nächsten Zeit so alles ansteht.


Mitgliederversammlung mit Neuwahlen

Update Mai 2021

Lange Zeit hatten wir gehofft, dass die Entwicklung es zulässt, dass wir uns dieses Frühjahr mit den Pat:innen, Freund:innen und Mitgliedern persönlich treffen können. Als sich abzeichnete, dass dies auch bis auf weiteres nicht möglich sein wird, beschlossen wir, zumindest die Mitgliederversammlung als Online-Meeting abzuhalten, um die Rechenschaftsberichte für 2019 und 2020 vorzulegen, die nach Maras Rücktritt nötig gewordenen Vorstandsneuwahlen zu erledigen, die wichtigsten Punkte zu besprechen und entsprechende Beschlüsse zu fassen. Diese Mitgliederversammlung fand am Samstag, dem 22. Mai statt. Der neu gewählte Vorstand setzt sich zusammen aus:

  • Christine Camara -  Vorsitzende
  • Thomas Eislöffel -  stv. Vorsitzender und Schriftführer
  • Dr. Martina Bundschuh - Schatzmeisterin
  • Ingrid Willibald-Ettle - Beisitzerin
  • Dieter Roth - Beisitzer + Webmaster
  • Dagmar Winter - Beisitzerin
  • Claus Mirus - Beisitzer

Als Kassenprüferinnen wurden Regina Rinck und Jutta Brandwirth wiedergewählt.

Vielen Dank an alle Mitglieder, die ausnahmslos ihre Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit im Rahmen ihrer Möglichkeiten erklärt haben und herzlichen Glückwunsch an alle neu bzw. wiedergewählten Mitglieder des nun etwas breiter aufgestellten Vorstands. Wir freuen uns auf eine weiterhin gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zum Wohle der Menschen in unserem Projektgebiet. Die oben genannten Jahresberichte werden bald auf unserer Webseite zu finden sein.


Health Center

Update Mai 2021

Ursprünglich hatten wir geplant, auf unserem Gelände ein Health Center zu bauen, in dem sowohl unsere Schulkinder, als auch die Menschen der umliegenden Gemeinden medizinisch versorgt werden sollten. Wir haben nun nach reiflicher Überlegung und Rücksprache mit dem Architekturbüro, das die Pläne gemacht hat, beschlossen, dies nicht zu tun. Wir hätten nämlich nicht nur die Mittel für den Bau sondern auch die Gelder für den laufenden Unterhalt akquirieren müssen. Dies hätten wir nicht zusätzlich zur laufenden Projektarbeit leisten können und haben daher beschlossen, uns auf unsere ursprüngliche Aufgabe zu konzentrieren: Bildung für benachteiligte Kinder und Entwicklungszusammenarbeit mit der gesamten Gemeinde.

Dadurch dass das neu gebaute Hope Medical Centre, in dem auch unsere Kinder und Mitarbeiter behandelt werden, sehr gut zu Fuß zu erreichen ist, besteht auch die Notwendigkeit für den Bau des Health Centers nicht mehr und es wäre völlig unsinnig, dieser tollen neuen Einrichtung "Konkurrenz" zu machen.

Die räumliche Nähe dieser Gesundheitseinrichtung zu den Menschen in unserer Gemeinde hat dazu geführt, dass nun sehr viel mehr Kinder als zuvor zur Behandlung gebracht werden. Das hat einerseits zur Folge, dass viele Kinder erst gar nicht so schwer erkranken, bis sie medizinisch behandelt werden, worüber wir sehr froh sind. Andererseits sind die Behandlungskosten regelrecht explodiert und wir müssen ernsthaft überlegen, wie wir es schaffen, mehr Mittel für den Gesundheitsfonds zu akquirieren, aus dem die Behandlungen bezahlt werden. Wir sind den Dauerspender:innen, die diesen Fonds immer wieder etwas füllen, sehr dankbar und hoffen, dass wir in Zukunft weitere Unterstützer:innen dazu gewinnen können.


Aus dem Schulleben und der Gemeinde

Update Mai 2021


Anders als zunächst geplant, durften die Schüler:innen der 4. und 5. Klasse bereits am 6. April wieder mit dem Unterricht beginnen und die Freude darüber war auf allen Seiten groß. Um möglichst viel des verpassten Unterrichts nachholen zu können, wurde und wird bis zum Ende des Schuljahres auch samstags unterrichtet. Die Prüfungsergebnisse zur Mitte des Terms waren bei den meisten Kindern überraschend gut. Doch man soll den Tag nicht vor dem Abend loben und erst die Tests zum Termende werden zeigen, wie viel wirklich aufgeholt werden konnte.

Bereits seit April erhielten die Schüler:innen der niedrigeren Klassen, die Probleme beim Lesen hatten, gezielte Nachhilfe, um ihnen den Neustart und den Anschluss an die stärkeren Leser:innen ihrer jeweiligen Klasse zu ermöglichen. Die Rückmeldungen, die wir erhielten, waren durchweg positiv und wenn am 07. Juni die Klassen P1 bis P3 den Unterricht wieder aufnehmen dürfen, wird sich zeigen, wie wertvoll dieser Förderunterricht war.

Mit den vielen Kindern der P1 bis P3 kehrt endlich auch wieder etwas mehr Normalität im Schulalltag ein und wir freuen uns, dass unsere Lehrkräfte die Zeit genutzt haben, um die Kinder bereits in ihrem häuslichen Umfeld vorzubereiten. Am 24. Juli wird das Schuljahr 2020 offiziell enden und die Kinder und Lehrkräfte gehen in kurze Ferien, bis am 09. August der erste Term des Schuljahres 2021 offiziell und dann hoffentlich auch für die Vorschulkinder beginnt.

In den kommenden Jahren verschiebt sich alles etwas nach hinten und die Ferienzeiten werden jeweils etwas verkürzt. Bis zum Ende des Schuljahres 2023 sollte - so der Plan der Regierung - dann alles aufgeholt sein und das Schuljahr 2024 wird wohl wieder am ersten Montag im Februar beginnen.

 

Klick zum Vergrößern


Der Schulkalender mit den genauen Angaben für die Schuljahre 2021 bis 2023 ist rechts zu sehen.


Tag des afrikanischen Kindes

Update Mai 2021

Wir hoffen, dass der Tag des afrikanischen Kindes, an dem wir an der Schule normalerweise auch die Geburtstage aller Kinder gemeinsam mit Kuchen und Limonade feiern, zumindest ein bisschen gewürdigt werden kann, um den Kindern wieder etwas Normalität zu bieten und die neuen Kinder über die Hintergründe dieses besonderen Tages zu informieren. Die Kinder erhalten auch jeweils ein kleines (zumeist in erster Linie nützliches) Geschenk, um ihnen zu signalisieren, dass auch ihre Geburt ein Grund zum Feiern ist und um ihnen damit ein Gefühl zu vermitteln, das leider viele von ihnen gar nicht kennen. Wir danken allen, die bereits hierfür gespendet haben und werden zu gegebener Zeit berichten.


Girls´ Talk

Update Mai 2021

Da etliche unserer größeren Mädchen bereits in der Pubertät sind, und einige auch schon menstruieren, werden sie seit kurzem in speziellen, von Prossy geführten Gesprächsrunden über die Veränderungen ihrer Körper und die damit einhergehenden Auswirkungen auf Stimmung und Befinden unterrichtet. Sie lernen, dass die Menstruation ein ganz normaler, natürlicher Vorgang ist und erfahren, wie sie damit umgehen können. Leider ist das und Aufklärung allgemein in sehr vielen Familien noch immer ein Tabuthema und daher sehr schambehaftet. Die Mädchen erhalten wieder verwendbare Monatshygiene und werden in deren Verwendung und Pflege unterrichtet. An der Schule halten wir die für die entsprechende Hygiene nötigen Artikel wie Waschschüsseln und Seife vor und diese Gespräche sind bereits fest im Unterrichtsplan verankert. Auch das Thema Empfängnisverhütung wird in diesem Kreis erörtert.

Auch für die Jungen werden wir ein analoges Programm auflegen.


Mothers´ Sessions

Update Mai 2021

Wir haben festgestellt, dass viele der Mütter unserer Kinder bei den Hausbesuchen in Anwesenheit ihrer Männer nicht "frei von der Leber weg" reden können oder wollen. Deswegen finden nun spezielle Gespräche mit den Müttern statt, bei denen sie Prossy ihr Herz ausschütten und über ihre Probleme in der Familie reden können. Unter anderem wird hier auch das Thema Familienplanung angesprochen. Sehr viele Frauen möchten keine weiteren Kinder mehr bekommen, haben aber keine ausreichenden Kenntnisse über Empfängnisverhütung und nur wenige betreiben diese überhaupt. In Einzelgesprächen werden die Frauen zu diesem Thema befragt und entsprechend informiert. Sie werden auch ermuntert, mit ihrem Mann darüber zu reden und einige haben die Männer direkt dazu geholt, damit auch diese entsprechend informiert und involviert werden.

Ein weiteres Thema dieser Gespräche ist das Wohlergehen der Frauen, ihre Einkommenssituation. Noch immer sind viele Frauen finanziell von ihren Männern abhängig und leiden unter dieser Situation. Sie werden ermuntert, Kontakt zum Team für das Mikrokreditprojekt aufzunehmen, um von dessen Erfahrung zu profitieren und zu lernen, wie sie ein eigenes Einkommen erzielen können.

Auch das Wohlergehen der Kinder und damit der Familie insgesamt wird erörtert und die Frauen erhalten auch hier wertvolle Tipps, wie sie sich besser aufstellen können. Leider ist auch übermäßiger Alkoholgenuss in vielen Familien ein Thema, das auch bei den regulären Hausbesuchen vermehrt angesprochen werden muss und wird.
Die Paten der Kinder werden wir in separaten Berichten über die Gespräche mit den Müttern und in manchen Fällen wohl auch Großmüttern unterrichten.
  


Drainage / Wasser

Update Mai 2021

Um des auf dem recht abschüssigen Schulgelände vielen "Fließwassers" Herr zu werden, wurde bereits vor einiger Zeit ein Plan erstellt und mit dem Bau einer Drainage begonnen. Da sich herausgestellt hat, dass die Tiefe an manchen Stellen nicht ausreicht, muss zeitnah eine leistungsfähigere Lösung her, mit der wir  unsere Gebäude vor den Wassermassen schützen können. Da keiner von uns dauerhaft vor Ort ist und wir auch nicht über das nötige Fachwissen verfügen, baten wir um Unterstützung des im Distrikt Mbale zuständigen Chefingenieurs (wir nennen ihn kurz den Distriktingenieur). In Zusammenarbeit mit ihm wurde der bisherige Plan gründlich überarbeitet und ein tragfähiges, nachhaltiges Konzept erstellt. Anschließend wurde der  Auftrag für den Bau einer wesentlich größeren und leistungsfähigeren Drainagelösung ausgeschrieben und es gingen mehrere Angebote ein, aus denen wir - in Absprache mit dem Distriktingenieur - eine Firma ausgewählt haben, die den Zuschlag erhielt. Der Vertrag wird in den nächsten Tagen unterschrieben und dann kann es losgehen. Leider ist das Ganze mit Baukosten von ca. 12.000 € nicht gerade billig und wir sind um so dankbarer, dass die Firma Ricola/Beneo mit einer großen Spende eine Anschubfinanzierung geleistet hat. Herzlichen Dank an die Firma Ricola/Beneo und an unser Gründungsmitglied Ingrid, die sich sehr für diese Spende ins Zeug gelegt hat.

Wasser ist kostbar und es macht Sinn, es dort aufzufangen, wo es anfällt. Die großen Dachflächen des aufgestockten Schulblocks und die Multifunktionshalle haben Regenrinnen, durch die das Wasser abgeleitet wird. Wir haben deshalb zu den bestehenden Wassertanks, von denen einer leider beschädigt war und ersetzt werden musste, weitere Wassertanks angeschafft, um das Dachwasser aufzufangen und die bestehende Drainage zu entlasten. Dieses Brauchwasser kann wunderbar zur Bewässerung der Pflanzen auf dem Gelände und der angrenzenden Felder verwendet werden. Die Tanks werden in den nächsten Tagen an die Regenrinnen angeschlossen. Einer dieser großen 10.000 Liter fassenden Tanks wurde uns von Buch-Aktion e.V. gespendet, wofür wir unserem Vorstandsmitglied Thomas und dem gesamten Team von Buch-Aktion sehr herzlich danken.

Das waren die wichtigsten Ereignisse der letzten und der kommenden Wochen.

Herzlichen Dank euch / Ihnen allen für die Liebe und Unterstützung für die Menschen in Bwikhasa Village und den umliegenden Dörfern und das in uns gesetzte Vertrauen. Bleibt / bleiben Sie gesund!

Herzliche Grüße im Namen des gesamten Teams
Christine Camara


Danke!

Brigitte, 04.05.2021

Nachdem dank einer ersten großzügigen Spende im Dezember 2019 alle Kinder, die von 2015 bis 2017 in unsere Schule gekommen sind und noch kein Bett hatten, mit einem eigenen Bett bedacht werden konnten, haben wir Anfang des Jahres nach Erhalt einer weiteren großherzigen Spende derselben Patin und ihrer Familie für die Kinder, die 2018 und 2019 eingeschult wurden und noch auf dem Boden schlafen, ein Bett bei dem örtlichen Schreiner in Uganda bestellen können. Eine erste Teillieferung der Betten erfolgte Ende März, drei Wochen später wurden die restlichen Betten in unserer Schule angeliefert.

31 glücklichen Kindern wurden an zwei verschiedenen Terminen ihr Bett übergeben. Eine wunderbare sogenannte win-win-Situation für alle Beteiligten: Unsere Kinder schlafen nicht mehr auf dem Boden, der Schreiner, die Zulieferer für Matratzen, Bettdecken und Laken und das Transportunternehmen haben ein gutes Einkommen erzielt.

Wir sagen ganz herzlich DANKE, auch im Namen der Familien unserer Kinder.

DANKE sagen möchte das Kwa Moyo Team in Uganda und Deutschland an dieser Stelle ganz besonders allen unseren Paten und Unterstützern, die unser Projekt in den letzten schwierigen 14 Monaten weiterhin gefördert haben, sei es mit ihren Patenbeiträgen, Sonderspenden für Lebensmittel, Betten, Hausreparaturen, Latrinenbau aber auch mit ermutigenden und aufbauenden Worten. Ohne diese Unterstützung hätten wir unser Projekt in Bwikhasa Village nicht fortführen können.


Neues aus der Jugendgruppe KYODA

Dagmar, Martina, 26.04.2021

 Die Gartengruppe ist zur Zeit eifrig bei der Arbeit, um Bohnen, Cassava (Maniok) und Mais zu säen bzw anzupflanzen. Kwa Moyo hat dafür ein weiteres Stück Land gepachtet. Auf diese Weise haben die Jugendlichen eine sinnvolle Arbeit und nach der Ernte hilft das Gemüse die Hungersnot in der Gemeinde zu bekämpfen. Wir hoffen, dass der derzeitige Regen ein gutes Wachstum der Pflanzen sowie eine reiche Ernte beschert.

Denis hat mit einigen Jugendlichen eine "Talentschmiede" gegründet. Zu Beginn wird eine Fußballschule für Jungs im Alter von 14 bis 20 Jahren aufgebaut. Später werden weitere Sportarten und andere Aktivitäten für Jungen und Mädchen folgen.

So sollen Talente, Neigungen und besondere Fähigkeiten gefunden und gefördert werden. Außerdem stärken die Aktionen Disziplin und den Zusammenhalt in der Gruppe. Das bietet die Gelegenheit, die jungen Leute sehr niederschwellig für verschiedene Themen des täglichen Lebens zu sensibilisieren, sie zu beraten und zu Diskussionen anzuregen wie z.B. das Verbleiben in der Schule, Sex und Familienplanung werden diskutiert und die Jugendlichen erhalten bei Bedarf eine ausführliche Beratung. So hoffen wir auch die Jugendlichen zu erreichen, die sich bisher noch nicht bei KYODA engagiert haben.


Die Näherinnen übernehmen die Herstellung der Schuluniformen

Dagmar, Martina, 26.04.2021

Die Gruppe der von Kwa Moyo ausgebildeten Näherinnen hat mit der Herstellung neuer Schuluniformen begonnen. Einige Uniformen für Kinder, die aus ihren alten heraus gewachsen waren, sind bereits fertig gestellt worden. Leider fehlen die Maschinen um die Etiketten und Stickereien herzustellen. Für diese Arbeiten müssen die Kleidungsstücke dann doch noch in die Stadt gegeben werden. Aber der größte Teil der Arbeit findet nun innerhalb der Gemeinde statt!



Endlich wieder Unterricht

Chris, 07.04.2021

Heute durfte endlich die Schule wieder öffnen und die Schülerinnen und Schüler der 4. und 5. Grundschulklasse haben den Unterricht aufnehmen können.

Wir freuen uns darüber und hoffen, dass bald alle unsere Schülerinnen und Schüler zurückkommen dürfen!

Endlich!
Wieder Unterricht!


 Ostergrüße

Chris, 03.04.2021

Liebe Patinnen und Paten, liebe Freundinnen und Freunde von Kwa Moyo,

in der Hoffnung, dass es euch / Ihnen allen gut geht, melden wir uns heute, um ein neuerliches Update zu geben.

Zwar dürfen wir die Schule bald wieder öffnen, damit zumindest die Kinder der vierten und fünften Grundschulklassen den Unterricht aufnehmen können, doch der Großteil muss noch etwas zu Hause bleiben. Die Regenzeit hat begonnen und die Familien sind mit dem Pflanzen beschäftigt.
Die Ernährungssituation ist in vielen Familien schwierig, da die Vorräte, soweit überhaupt vorhanden, aufgebraucht sind. Deshalb haben alle Kinder für ihre Familie am Donnerstag ein großes Lebensmittelpaket und eine Stange Seife erhalten. Die Freude darüber war groß und nun kann Ostern kommen!
Unser herzlichster Dank gilt allen, die dies ermöglicht haben!

Hier ein paar Fotos von der Lebensmittelausgabe:

Da die Kinder nun schon mal an der Schule waren, haben die Lehrkräfte, die auch vor Ort waren, gefragt, ob sie vielleicht ein paar Zeilen an ihre Paten schreiben möchten. Und ob sie wollten! Fast alle Kinder haben einen Brief geschrieben, nur die ganz neu aufgenommenen Kinder konnten das noch nicht. Aber auch sie werden das noch lernen und bestimmt in nicht allzu ferner Zukunft an ihre Paten schreiben, bzw. für sie ein Bild malen. Einige Kinder, die erst später kamen, werden ihre Briefe in den nächsten Tagen schreiben. Die beiden  Patenbetreuerinnen Brigitte und Christine werden die vielen Briefe den jeweiligen Paten so schnell wie möglich zukommen lassen.

Auch einige der Betten aus der letzten Bestellung konnten inzwischen ausgeliefert werden. Es waren aber so viele, dass der Schreiner gar nicht mehr hinterher kam und trotz "Akkordarbeit" immer noch eine ordentliche Anzahl erst noch produziert werden muss. Keine Sorge, wir haben niemanden vergessen und alles ist bereits bestellt. Die Paten, deren Kinder bereits ihr Bett erhalten haben, wurden informiert und auch die anderen müssen hoffentlich nicht mehr allzu lange warten. Herzlichen Dank auch hier an alle Spender!

Der Bau der Toiletten geht gut voran und auch die Familienhilfe, wie z.B. beim Bau von Dächern, ist wieder angelaufen. Unser kleines Team arbeitet wie verrückt, um neben der "ganz normalen" Arbeit alles zu organisieren, und bei unseren Arbeitern in Bwikhasa Village herrscht "Vollbeschäftigung". Um den wachsenden Bedarf an Arbeitskräften zu decken,  werden immer wieder neue Väter und Jugendliche angelernt. So bleibt das Geld in der Gemeinde und Kwa Moyo entwickelt sich immer mehr zur "Jobmaschine". All das ist nur möglich durch die phantastische Unterstützung unserer Patinnen und Paten, sowie der Freundinnen und Freunde von Kwa Moyo und wir können gar nicht oft genug danke sagen.

Die nächsten Tage wird der Großteil unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren Familien verbringen. Leider werden wir dies hier in Deutschland in sehr vielen Regionen nur sehr eingeschränkt tun dürfen. Es bleibt die Hoffnung, dass diese Situation, die uns bereits ein ganzes Jahr beschäftigt, bald ein Ende nimmt. Bis dahin bleibt / bleiben Sie bitte alle gesund!

Ein dennoch frohes und hoffentlich schönes Osterfest wünschen euch /Ihnen und euren / Ihren Familien von ganzem Herzen das gesamte Team von Kwa Moyo hier und in Uganda, sowie alle Kinder und deren Familien.


 Medizinische Betreuung

Dagmar, 01.04.2021

Wie bereits zu Beginn des Jahres hier mitgeteilt, haben wir im Hope Medical Centre einen medizinischen Partner gefunden, der von den Familien fußläufig erreichbar ist. Die Klinik übernimmt die medizinische Betreuung für die Kinder, Lehrer und Angestellten der Schule und noch mehr.

Darüber können Sie sich hier ausführlich  informieren.


Balanciergerät auf dem Spielplatz der Schule

Dagmar, 29.03.2021

Auf der Patenreise 2018 bauten 2 Paten für den für die vielen Kinder völlig unzureichenden Spielplatz ein Balanciergerät. Kaum hatten sie mit den ersten Vorbereitungen begonnen, bekamen sie Hilfe von vielen Kindern, den Fahrern und sogar der Schuldirektor griff nach Unterrichtsende zum Pinsel um das Holz zu streichen. Vor allem die Handbohrmaschinen hatten es den Kindern angetan und so kurbelten sie tatkräftig bis die Löcher in den dicken Balken waren. Nach 5 Arbeitstagen war das Gerät fertig und Schüler und Lehrer probierten es aus und erfuhren wie schwierig es ist, auf einem Seil oder wackelnden Stangen und Seilen zu laufen. Aber es hat allen riesigen Spaß gemacht. Hier können Sie das in einem kleinen Video nachvollziehen.

Leider waren die Termiten stärker als die dicken Holzpfosten. Obwohl ein Jahr später das Holz neu gestrichen und die Seile ausgetauscht wurden, zerfraßen sie die Pfosten und machten das Gerät unbrauchbar. Zwei Sponsoren fanden sich, die ein neues Spielgerät nach Vorgabe des alten aus Metall nachbauen ließen. Jetzt können die Kinder wieder darauf balancieren und die Termiten haben keine Chance mehr.

Weitere Bilder vom Spielplatz gibt es hier.



Kinder ohne Paten

Chris, 19.03.2021

Bis auf drei haben alle unsere neuen Kinder bereits eine Patin oder einen Paten.

Update 29.03.2021: Zwei der drei Kinder haben mittlerweile Paten bekommen. Das freut uns sehr.

Update Ostersonntag, 04.04.2021: Alle drei Kinder haben mittlerweile Paten für ihre schulische Ausbildung bekommen! Prima.

  • Der etwas schüchterne Shadrack wird im April 7 Jahre alt. Für ihn suchen wir noch Paten.
    Auch Shadrack hat jetzt eine Patin, ein schönes Ostergeschenk!
  • Aginomou ist ein sehr liebes und bescheidenes Mädchen. Sie wird im Mai 9 Jahre alt.
    Aginomou
    hat inzwischen Paten. Vielen Dank.
  • Sam ist ein freundlicher, aber manchmal etwas eigensinniger Junge, der im Juli 8 Jahre alt wird.
    Auch Sam hat in der Zwischenzeit Paten gefunden. Das ist schön.

Shadrack

Aginomou

Sam

 


Neues aus dem Projekt

Chris, 18.03.2021

Wir freuen uns sehr, dass wir die Paten unserer neuen Kinder, die gerade erst zu uns gekommen sind, in der Kwa-Moyo-Familie begrüßen können. Inzwischen haben bis auf drei Kinder alle eine liebe Patin oder einen lieben Paten.

Wie im Februar bereits mitgeteilt, gab es seitens des ugandischen Kultusministeriums Pläne, die Grundschulen ab April schrittweise zu öffnen. Dies wurde nun bestätigt.

Demnach werden die Grundschulklassen P4 + P5 zunächst vom 12.04. bis zum 18.06. Unterricht haben und die 1. bis 3. Klassen vom 21.06. bis 03.08. Der erste Term wird also dann zu Ende sein, wenn normalerweise der zweite Term endet. Aber alles ist besser als kein Unterricht.

Für die Vorschulklassen gibt es nach wie vor leider noch keine Pläne, zumindest sind uns bisher keine bekannt. Wir hoffen sehr, dass wir auch die ganz Kleinen bald wieder auf dem Schulgelände begrüßen dürfen.

Alle Kinder, die gerade keinen Präsenzunterricht haben, werden weiterhin mit Lernmaterial versorgt und von den Lehrern - natürlich unter Einhaltung der Hygieneregeln - in regelmäßigen Abständen in  ihrem Zuhause besucht, um ggf. Fragen zu beantworten und den Kindern, die Verständnisprobleme haben, zu helfen. Bei dieser Gelegenheit sehen die Lehrer auch gleich, wie es den KIndern geht.

Natürlich haben wir uns vorbereitet und schon längst alles angeschafft bzw. erfüllt, was von der Regierung als Bedingung für die Genehmigung zur Wiederaufnahme des Schulbetriebes in einer drei Seiten langen Liste kommuniziert wurde. So gibt es z.B. ausreichend viele Hygienestationen auf dem Gelände und kontaktlose Temperatur-Messgeräte für jedes Klassenzimmer. Unser Personal wurde entsprechend in den notwendigen Hygienemaßnahmen geschult, es werden Anwesenheitslisten in den Klassen geführt (das machen wir sowieso immer), es wird erfasst, wer wann das Schulgelände betreten und wieder verlassen hat, es gibt ein Isolationszimmer usw.

Heute besuchte der Schulinspektor des Distrikts unsere Schule, um sich zu vergewissern, dass wir die Voraussetzungen für die Wiederaufnahme des Unterrichtsbetriebes am 12. April erfüllen. Er war sehr erfreut über die positive Entwicklung des Projekts und auch sehr zufrieden mit der Umsetzung der Vorgaben. Er wird uns den nötigen Übereinstimmungsnachweis ausstellen. Wir freuen uns sehr für die Kinder, aber auch für unsere Angestellten, die sehr viel Mühe in die Vorbereitungen gesteckt haben.

Am morgigen Freitag und vermutlich auch noch am Samstag wird das Hope Medical Centre wieder ein kostenloses "Medical Camp" abhalten, bei dem alle Kinder untersucht werden. Fotos davon werden wir einstellen, sobald wir sie haben.


17 neue Schulkinder

Dagmar, 26.02.2021

 Vor einer Woche erhielten die Familien unserer Schulkinder wieder ein großes Paket mit Lebensmitteln sowie eine Stange Seife. Nachdem die 17 neuen Kinder nun offiziell aufgenommen und begrüßt worden sind, bekamen auch sie in dieser Woche ihre Pakete. Die Nahrungsmittel waren in großen Plastiktüten verstaut und auch die für die Hygiene so wichtige Stange Seife wurde mitgegeben. Damit können sie sich und ihre Kleidung waschen. 

Es ist geplant, dass auch diese Familien große Stofftaschen erhalten. Die Taschen werden von den Näherinnen gefertigt, die bei Kwa Moyo ihre Ausbildung gemacht haben. So erhalten diese einen Arbeitsauftrag und verdienen etwas Geld und gleichzeitig wird in Zukunft weniger Plastik verwendet und dadurch Plastikmüll reduziert.


Mal wieder die Frage: Schulöffnung?

Chris, 23.02.2021

Tatsächlich kursiert seit einigen Tagen das Gerücht, dass es Pläne gibt, die eine schrittweise Öffnung der Schulen vorsehen. So sollen die Abschluss- / Übertrittsklassen bereits am 1.März mit dem Unterricht beginnen dürfen. Da dies bis heute – eine Woche vor dem angedachten Start – nicht offiziell bestätigt wurde, ist es wohl wirklich nur ein Gerücht. Demnach sollten die Grundschulklassen P4 + P5 zunächst vom 12.04. bis zum 18.06. Unterricht haben und die 1. bis 3. Klassen, vom 21.06. bis 03.08. Der erste Term wäre also dann zu Ende, wenn normalerweise der 2. Term endet. Für die Vorschulklassen gibt es angeblich noch überhaupt keine Pläne. Eigentlich keine schöne Vorstellung, aber immer noch besser, als gar kein Unterricht für die Kinder.

Uns bleibt ohnehin nur abzuwarten und die Hoffnung, dass die Lage weiterhin so stabil bleibt und dass es, wie im Januar angekündigt, ab April oder Mai doch eine Öffnung für alle Klassen gibt. Wir stehen in den Startlöchern und sind bereit, jederzeit auch sehr kurzfristig zu öffnen.

Um die Zeit bis zu einer möglichen Schulöffnung nicht ungenutzt verstreichen zu lassen, haben wir beschlossen, dass wir für die Kinder „Lernpakete“ mit Unterrichtsmaterial packen. Die Lehrkräfte werden die Kinder ihrer jeweiligen Klasse in deren Zuhause aufsuchen, sie bei Bedarf anleiten und die Fortschritte kontrollieren. Diese Hausbesuche haben den positiven Nebeneffekt, dass z.B. Mängel in der Hygiene oder mangelnde Zuwendung aufgedeckt werden können. All das also, was die Lehrer bei regulärem Unterricht selbst sehen oder von den Kindern erzählt bekommen.


Aufnahme neuer Schüler

Chris, 23.02.2021

Da alle Kinder das Schuljahr wiederholen werden, haben wir beschlossen, die freien Plätze in den jeweiligen Klassen "aufzufüllen", um zumindest einigen neuen Kindern eine Chance bieten zu können. Ursprünglich wollten wir 13 Kinder neu aufnehmen. Aber dadurch, dass die Lehrerin Betty nicht mehr zurückkommt, wurden vier weitere Plätze frei, die ihre Kinder "belegt" hatten, einer im sponsoring und drei im "Zahlkinderbereich". Die Paten von Bettys Tochter Martha übernehmen die Patenschaft für ein neues Kind. Die anderen drei Plätze haben wir an neue Patenkinder vergeben und da noch ein dringender Notfall dazukam, haben wir letztendlich 17 neue Kinder (11 Mädchen und 6 Jungen) aufgenommen. Unser Team, das mehrere Wochen in den Dörfern unterwegs war, hat gut gearbeitet, denn alle Kinder kommen aus sehr schwierigen familiären oder extrem armen Verhältnissen und brauchen dringend Hilfe. Für neun von ihnen haben wir bereits Paten, da es bereits eine Warteliste gab, zwei Interessentinnen haben sich noch nicht wieder gemeldet. Das bedeutet, dass wir in jedem Fall noch für sechs Kinder Paten suchen, evtl. sogar für acht (falls die Interessentinnen wider Erwarten doch noch abspringen).

Die Kinder und ihre Erziehungsberechtigten wurden letzte Woche bereits von unserem Team und den Lehrkräften begrüßt und in einem Einführungsgespräch mit unseren Zielen, unserer Arbeitsweise und ihren Rechten und Pflichten vertraut gemacht. Anschließend fanden die Einstufungstests statt. Einige Kinder hatten in der Vergangenheit bereits staatliche Schulen besucht, wurden von diesen aber wieder verwiesen, weil die Eltern die Gebühren für die Schuluniformen, die Schuhe und die Hefte und Stifte nicht aufbringen konnten. Eigentlich waren das Schüler der Grundschulklassen P1 bis P 4. An unserer Schule werden aber viele zwei bis drei Klassen tiefer anfangen müssen, weil ihre Leistungen weit unter dem lagen, was in den entsprechenden Klassen erwartet wird. Diese Erfahrung machen wir leider immer wieder. Keinem Kind ist geholfen, wenn es höher eingestuft wird und letztendlich überfordert ist. Dann lieber anders herum. Höherstufungen sind jederzeit möglich, wenn die Leistungen dies zulassen. Kein Kind soll die Freude am Lernen verlieren.

Begrüßung und Einführungsveranstaltung für die neuen Kwa-Moyo-Familien

Die neuen Paten wurden größtenteils von Brigitte bereits informiert, wie ihr Patenkind heißt und auch ein Foto erhielten sie schon. Sobald uns alle Aufnahmebögen vollständig ausgefüllt vorliegen und wir auch die Geburtsurkunden der Kinder haben, wird Brigitte nach und nach jedem neuen Paten sein Patenkind ausführlich vorstellen und auch Hintergrundinformationen zur Familie geben.


 

Toiletten für die Familien (Latrinenprojekt)

Chris, 23.02.2021

Wie im Dezember bereits berichtet, konnten wir Dank der Unterstützung einiger Paten das Latrinenprojekt wieder aufnehmen. Hier erhalten Familien, die keine oder nur eine sehr baufällige Toilette haben, und aus gesundheitlichen oder Altersgründen selbst keine Möglichkeit haben, eine zu bauen oder bauen zu lassen, eine stabile und hygienische neue Toilette aus den Interlock-Steinen, die auf unserem Gelände produziert werden. Dies sorgt für Arbeitspätze in der Gemeinde, die vielen Familien zugute kommen. Ein langjähriger Pate, der uns bereits früher einmal beim Fundraising unterstützte, hat dieses Projekt nun enorm gefördert, indem er dafür eine ziemlich hohe Summe gespendet hat. Wir bedanken uns sehr herzlich! Diese Spende hat dafür gesorgt, dass die Männer an den Steinpressen nun auf Hochtouren arbeiten können und uns der Lagerplatz für die Trocknungszeit ausgeht. Was für ein Luxusproblem :)

Da die „Fabrik“ aber ohnehin zu klein ist, werden wir eine neue deutlich größere an anderer Stelle bauen, für die wir natürlich auch eine Menge Steine brauchen. Es gibt also sehr viel zu tun. Die bisherige „Fabrik“ werden wir anderweitig nutzen.

Fotos von den Toiletten gibt es hier.


Lebensmittelausgabe die Sechste

Chris, 23.02.2021

Am Freitag und Samstag erhielten die Familien erneut eine ordentliche Menge an Lebensmitteln und eine Stange Seife. Dies war dringend nötig, da die Versorgungslage in vielen Familien trotz der beiden Lebensmittelausgaben im Dezember bereits sehr prekär war.

Eine weitere Ausgabe ist bereits geplant. Die Mittel dafür kommen ausschließlich aus dafür zweckgebundenen Spenden und wir wurden von so gut wie allen Familien gebeten, ihren herzlichsten Dank an die Spender weiter zu geben. Da schließen wir uns an!

Unten sind einige Kinder bei der Abholung der Lebensmittel zu sehen. Ganz besonders hat uns gefreut, dass die Kinder mit den handgenähten Taschen des Weihnachtspakets gekommen sind, das ist ein großer Schritt zur Plastikmüll-Vermeidung. Lydia und die Lehrerin Christine, die die Ausgabe koordiniert und geleitet haben, hatten so die Gelegenheit mit sehr vielen Kindern zu sprechen und sie zu befragen, wie es ihnen geht. Klagen werden natürlich an das Team weitergegeben. Herzlichen Dank an Lydia und Christine!

 

Gesundheit

Chris, 23.02.2021

Bereits bei den Besuchen in den Dörfern stellte unser Team fest, dass es in vielen Familien heftig erkrankte Kinder gibt. Schwere Malaria, Hauterkrankungen und Infektionskrankheiten sind an der Tagesordnung. Dies bestätigen auch die Behandlungsrechnungen, die wir aus dem Hope Medical Centre, das sehr gut angenommen wird, erhalten. Die Kosten sind enorm gestiegen, da die Familien ihre Kinder nun fußläufig in das nahe gelegene Krankenhaus bringen können und dies auch tun. Noch deckt unser Gesundheitsfonds die Rechnungen ab und wir hoffen, dass die Malariawelle bald wieder abebbt. Hier danken wir allen von Herzen, die unseren Gesundheitsfonds unterstützen.


 

Staff Meeting

Chris, 23.02.2021

Letzte Woche fand ein Treffen für die Mitarbeiter statt, an dem diese u.a. über die Anzahl der neu aufgenommenen Kinder informiert wurden. Wenn alle Kinder wieder zur Schule kommen dürfen, werden es 189 sein, 120 Mädchen und 69 Jungen. Unsere Mitarbeiter, die selbst auch fast alle Eltern sind, freuen sich bereits auf den Tag, wenn die Kinder die Schule und den Spielplatz wieder mit Leben füllen.

Hier zwei Fotos vom staff meeting:


Und noch ein Meeting

Chris, 23.02.2021

Einen Tag nach dem Treffen mit den neuen Kindern und deren Erziehungsberechtigten fand auch ein meeting für die Eltern der „alten“ SchülerInnen statt. Hierbei wurde u.a. kommuniziert, dass wir ab diesem Schuljahr keine neuen „Zahlkinder“ mehr aufnehmen werden. Die bisherigen Zahlkinder dürfen selbstverständlich bleiben, wenn die Eltern/Erziehungsberechtigten ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. In der Vergangenheit hatten viele Leute aus der Gemeinde häufig doch Zahlungsschwierigkeiten, wenn sie ihr Kind erst einmal an unserer Schule „untergebracht“ hatten. Wir haben geholfen wo wir konnten, aber einige haben von vorne herein darauf spekuliert, dass wir ihr Kind ins Sponsoring übernehmen, wenn sie nicht mehr bezahlen können oder wollen. In einigen Fällen, in denen z.B. ein Versorger erkrankte oder gar verstarb, konnten wir das leisten, aber für alle geht das nicht. Deshalb müssen wir hier einen Riegel vorschieben, zumal es uns jedes Mal das Herz bricht, wenn wir ein Kind wegschicken müssen.

Zahlkinderplätze gibt es in Zukunft nur noch für unsere Mitarbeiter, da es für die eine große Härte wäre, ihre Kinder an anderen Schulen unterbringen zu müssen, wenn sie selbst auf dem Gelände wohnen müssen. Außerdem ist da die Zahlung viel eher sichergestellt. Ein weiterer Grund ist, dass wir uns wieder mehr auf unsere eigentlichen Ziele konzentrieren wollen, nämlich Bildung für Kinder aus wirklich bedürftigen Familien.

 

Epidemiologische Lage

Chris, 29.01.2021

Uganda war bisher von COVID-19 weniger betroffen, allerdings nehmen die Infektionszahlen in den letzten Wochen stärker zu. Regionale Schwerpunkte sind die Hauptstadt Kampala,  sowie die Distrikte zu den Nachbarstaaten Kenia, Tansania und Südsudan.

Von nicht notwendigen touristischen Reisen nach Uganda wird derzeit aufgrund fortbestehender Reisebeschränkungen abgeraten. Hier ist die Situation also unverändert. Nach wie vor gibt es viele Einschränkungen und die nächtliche Ausgangssperre von 21 h bis 5 h besteht weiterhin.

 

Wahlen und Proteste

Chris, 29.01.2021

Hierzu schreibt das Auswärtige Amt:
"Am 14. Januar 2021 fanden in Uganda Präsidentschaftswahlen statt, die der Amtsinhaber nach offiziell verkündetem Endergebnis deutlich für sich entschieden hat. Teile der Opposition werfen der Regierung Wahlbetrug vor. Dies birgt Konfliktpotenzial auch für die kommenden Wochen. Politische Spannungen und vereinzelt auftretende spontane Kundgebungen und Ausschreitungen sowie robuste Reaktionen der Sicherheitskräfte können nicht ausgeschlossen werden. Internet, Messenger-Dienste wie WhatsApp und soziale Medien wie Twitter und Facebook wurden kurz vor den Wahlen deaktiviert. Teilweise sind die Dienste immer noch eingeschränkt."

Tatsächlich war es so, dass wir unser Team in Uganda bereits am Tag vor der Wahl nicht mehr über Facebook oder WhatsApp erreichen konnten. Ab dem Wahltag war bis zum darauffolgenden Montag das Internet in Uganda komplett "abgeschaltet".      
Yoweri Kaguta Museveni ist heute auf den Tag genau seit 35 Jahren Präsident von Uganda, dies ist seine sechste Amtszeit.


Schulöffnung?

Chris, 29.01.2021

Wir hatten die Hoffnung, dass die Schulen für alle Schüler im Februar wieder öffnen dürfen. Doch gestern erreichte uns die Nachricht, dass die Schulen für weitere drei Monate geschlossen bleiben. Selbst für Abschlussklassen und an den Universitäten findet nur online-Unterricht statt. Also alles sehr ähnlich wie bei uns.      
Allerdings haben bei uns selbst die meisten Grundschüler die Möglichkeit, am online-Unterricht teilzunehmen. Unsere Kinder in Uganda haben das nicht. Die "study packages" mit Unterrichtsmaterial, die sie letztes Jahr im März unmittelbar vor der Schulschließung bekommen haben, damit sie selbständig lesen und lernen können, sind längst durchgearbeitet.

Trotzdem haben die Kinder so viel Unterricht verpasst, dass eine Versetzung in die nächsthöhere Klasse sie überfordern würde. Wir haben daher in Absprache mit der Schulleitung und den Lehrkräften beschlossen, dass alle Kinder das letzte Schuljahr wiederholen sollen.

Da viel Zeit vergangen ist, werden wir nochmals study packages ausgeben und unseres Lehrkräfte werden die Kinder einzeln zu Hause aufsuchen und ihnen helfen, den Unterrichtsstoff zu wiederholen und so den Anschluss an den dann beginnenden zweiten Term zu finden. Wenn die Schulen in drei Monaten öffnen dürfen, können sie fast nahtlos da weitermachen, wo sie letztes Jahr aufhören mussten.      
Zwar werden einige Kinder sehr traurig sein, dass sie nicht in die nächsthöhere Klasse vorrücken können, aber unter den gegebenen Umständen schien uns das die vernünftigste Lösung zu sein.      
Leider wird die Lehrerin Betty Kituyi, die seit 2016 bei uns unterrichtete und selbst vier Kinder (ein Patenkind und drei "Zahlkinder") an der Schule hatte, nicht wiederkommen. Sie stammt aus einem anderen Bezirk und war kurz nach dem Beginn des Lockdowns in ihr Heimatdorf, in dem auch ihr Mann lebt, gereist. Dort baute sie sich ein kleines Geschäft auf, das sie weiterhin betreiben möchte. Wir und die Kinder werden Betty, die eine wunderbare Lehrerin ist und ihre insgesamt fünf Kinder sehr vermissen und wünschen der Familie alles erdenklich Gute.     

Bettys Stelle wird nun öffentlich ausgeschrieben und bis zur Schulöffnung haben wir mit Sicherheit einen "Ersatz", der die gleiche gute Ausbildung samt Zusatzausbildung in "Frühkindlicher Bildung" mitbringt.       
Uns ist bewusst, dass es nicht selbstverständlich ist, dass unsere Paten auch während der Zeit der Schulschließung ihren Beitrag weiterhin überweisen und wir sind zutiefst dankbar dafür. Dieser Rückhalt hat ermöglicht, dass alle unsere Angestellten, die selbst zum Teil sehr große Familien zu versorgen haben, ihr Gehalt weiterhin pünktlich und in voller Höhe erhalten haben.


Versorgungslage der Kinder und ihrer Familien

Chris, 29.01.2021

Unser Team war in den letzten drei Wochen viel in den Dörfern unterwegs, um die  Kinder, die wir in diesem Schuljahr neu aufnehmen werden, auszuwählen. Dabei wurden sehr viele Familien in ihrem Zuhause aufgesucht und in fast allen gab es Nahrungsmittelknappheit. Deshalb wird es in den nächsten Tagen für alle Familien eine erneute Ausgabe von Lebensmitteln und Seife geben.

Dies ist in großem Umfang möglich, da wir neben den vielen Einzelspenden unserer lieben Paten und Freunde erneut eine größere Spende von jemandem, der nicht genannt werden möchte, erhalten haben. Wir sind sehr froh über die Möglichkeit hier erneut schnell reagieren zu können und danken allen Spendern von Herzen für die Zuwendungen. Sobald es Bilder von der Lebensmittelausgabe, die wegen der nach wie vor geltenden Hygieneregeln wieder eine logistische Herausforderung wird, gibt, werden wir wieder berichten.      

Es berührt uns sehr, wie besorgt die meisten von euch /Ihnen nicht nur um ihre Patenkinder und deren Familien, sondern um die ganze Gemeinde sind. Wir danken sehr für die Unterstützung, all den Zuspruch und die Liebe, die den Menschen in Bwikhasa Village zuteil wird.      
Wir würden uns wünschen, dass es uns gelänge, all die Worte der Dankbarkeit und die Segenswünsche, die unser Team vor Ort von den Familien für euch / Sie alle jeden Tag entgegennehmen darf, eins zu eins weitergeben zu können. Da dies Tage, wenn nicht Wochen dauern würde, sagen wir wanyala naabi, danke, danke, danke!  
   


Neue Sitzgelegenheiten auf dem Schulgelände

Dagmar, 23.01.2021

Auf dem Schulgelände gab es mehrere hölzerne Sitzgelegenheiten, die leider von Termiten zerfressen wurden. Sowohl die Schüler, als auch Lehrer und alle Angestellten haben sie häufig genutzt und deshalb wurden jetzt neue Tische und Bänke angeschafft. Sie haben ein Gestell aus Metall, damit die Termiten sie nicht mehr zerstören können. Jetzt kann man sie wieder für die Pausen nutzen, daran spielen, basteln oder schreiben.


 

Erfolgreiche Sicherheitsausbildung

Chris, 19.01.2021

Herzlichen Glückwunsch an unsere Wachleute Swaibu und Stephen, die erfolgreich an einer Sicherheitsausbildung teilgenommen und nun ihr Zertifikat erhalten haben. Danke, dass ihr immer für uns und unsere Kinder da seid. Wir schätzen euren Einsatz sehr!


 

Toiletten-Programm

Chris, 12.01.2021

Wir freuen uns, dass wir das Toiletten-Programm wieder aufnehmen konnten. Hier die ersten beiden VIP-Toiletten. VIP steht für "ventilated improved pit latrine" = Latrinen mit verbesserter Belüftung.

Ein Badezimmer wurde gleich mit angebaut. Wir verwenden dafür die Interlocksteine, die Jugendliche und Väter produzieren und sich damit etwas Geld verdienen.

Bedürftige Familien werden mit dem Material für den Bau und, wenn nötig, auch mit know how und / oder Arbeitskraft unterstützt. Das schafft Arbeitsplätze und bietet jungen Männern die Möglichkeit den Toilettenbau zu erlernen, die dann wieder andere anleiten können.

Herzlichen Dank an alle Spender!

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