Aktivitäten 2025

Baumpflanzung und Grenzmarkierung

Das geplante Umweltschutzprojekt durch Baumpflanzungen wurde umgesetzt, wobei wir aufgrund der verfügbaren Ressourcen einige Anpassungen vornehmen mussten. Unsere Baumpflanzinitiative konzentrierte sich auf:

  • Avocadobäume: 10 Setzlinge gepflanzt
  • Guavenbäume: 10 Setzlinge gepflanzt
  • Musizi-Hartholzbäume: 20 Setzlinge gepflanzt, die später zur Begrenzung  unseres Grundstücks dienen werden.

Den ursprünglichen Plan, weitere Mangobäume und Orangenbäume anzupflanzen, mussten wir aufgrund der derzeit unerschwinglich hohen Kosten für hochwertige Setzlinge dieser Sorten zunächst aufschieben. Die ausgewählten Alternativen bieten aber ähnliche Vorteile, wie z.B. die Nährstoffversorgung durch Obstproduktion und Abgrenzung von Gemeindeland. Hinzu kommen Umweltvorteile wie Bodenschutz und Schatten, sowie potenzielle zukünftige Einkommensquellen.

Unser Gärtner Michael wurde von unserem Sozialarbeiter Denis, der auch ein abgeschlossenes Forstwirtschaftstudium hat, in der richtigen Pflege und Wartung der Bäume unterwiesen. Es wurde auch ein Bewässerungsplan erstellt, um das Überleben der Setzlinge während der bevorstehenden Trockenperiode sicherzustellen.

Schulgarten

Die Schulgarteninitiative hat bemerkenswerte Fortschritte gemacht. So erreichte der zur Regenzeit gepflanzte Sukuma Wiki (eine Kohlart) die Reife. Die Ernte konnte bereits begonnen und die erste Mahlzeit für unsere Kinder damit zubereitet werden.

Hinzu kam die erfolgreiche Verpflanzung von „bitter berries“ (kirschenähnliche Beeren) und Auberginen aus dem Anzuchtbeet in den Hauptgartenbereich unter Umsetzung von Mischkulturtechniken, z.B. mit Knoblauch und Zwiebeln, um den Schädlingsbefall auf natürliche Weise zu reduzieren.

Wir gehen davon aus, dass Sukuma Wiki den Speiseplan für ca. 2-3 Monate ergänzen wird. Die Auberginen und bitter berries entwickeln sich gut und sollten bald erste Früchte tragen.

Dieser Fortschritt ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu unserem Ziel, die Ernährungsvielfalt bei den Schulmahlzeiten weiter zu verbessern und gleichzeitig die Lebensmittelkosten zu senken.

Das Gartenprojekt dient auch weiterhin als wirksames Bildungsinstrument, da unsere Lehrkräfte den Garten als praktisches Lernlabor in den naturwissenschaftlichen und landwirtschaftlichen Unterricht einbeziehen können.

Küchenausstattung

Ende Juli waren die beim Schreiner bestellten neuen Regale und Paletten, sowie die Legböden für die vorhandenen Schränke in der Küche der Multifunktionshalle fertig und konnten eingebaut werden. In Uganda gibt es nur fertige Ausstellungsstücke und alles wird erst nach der Bestellung gebaut, was bei einer größeren Bestellung schon mal ein paar Wochen bis Monate dauern kann. Seither kann alles ordentlich und sicher verstaut werden.

Nachdem die neuen Küchenmöbel geliefert und montiert wurden, musste nun noch alles einheitlich neu gestrichen werden. Die neue Farbe stellt einen schönen Kontrast sowohl zu den Backsteinen, als auch zu den Fliesen dar und hat den Vorteil, dass sie nicht so schnell wieder anschmutzt und leichter zu pflegen ist.

Kauf einer Kettensäge

Da das Holz für die neuen energiesparenden Öfen in unserer Küche nun in viel kleinere Stücke geschnitten werden muss, haben wir errechnet, dass es mittel- bis langfristig günstiger ist, eine eigene Motorsäge anzuschaffen, als ständig teures Schnittholz zu kaufen. Wir haben deshalb eine gute Motorsäge angeschafft, für die es auch vor Ort die Möglichkeit zur Wartung / Reparatur und ggf. Ersatzteile zu kaufen gibt. 

Unsere beiden Mitarbeiter Stephen Shangi und Fred Wanda erhielten durch einen Fachmann eine Sicherheitsschulung und wurden im Gebrauch und der Pflege der Säge unterwiesen. Selbstverständlich haben wir auch die nötige Sicherheitsausrüstung für unsere Mitarbeiter angeschafft.

Spielplatz

Auch auf dem Spielplatz gab es schon wieder Nachbesserungen und Reparaturen, was bei so hoher Frequentierung durch so viele Kinder kein Wunder ist. Nun ist alles wieder sicher und schön.


Moskitoschutz

Zum Schutz vor Moskitos wurden nicht nur neue Moskitonetze für den Boardingbereich angeschafft, sondern auch stark duftende und ätherische Pflanzen wie Citronella, Pfefferminze, Basilikum, Rosmarin, Ringelblume und Niem rund um das Schulgelände angepflanzt. 

Dies ist insbesondere am Klassenzimmerblock (für Abendschüler), in der Küche und im Gesundheitszentrum, also überall, wo auch in der Dämmerung oder nach Einbruch der Dunkelheit gelebt und gearbeitet wird, wichtig. Aufgrund der geringen verfügbaren Menge konnten andere Bereiche, wie die Lehrer- und Mädchenunterkünfte, noch nicht abgedeckt werden. Dies werden wir zeitnah nachholen.


Bauaktivitäten und Reparaturarbeiten

Die Ferienzeit haben wir für einige dringend nötige Bauaktivitäten genutzt. 

So haben wir die Dächer der alten Mitarbeiterhäuser komplett erneuert, da diese zum Teil bereits undicht waren. Zeitgleich wurden auch gleich einige beschädigte Scharniere an Türen und Fenstern der Schule und der Mitarbeiterhäuser repariert. 

Auch das große Metalltor der Multifunktionshalle, auf dem die Kinder verbotenerweise gerne stehen und hin- und herpendeln, wodurch bereits Teile gebrochen waren, wurde repariert.

Zudem wurde der vorhandene, viel zu kleine Mädchenschlafraum renoviert und ein weiterer geschaffen und ausgestattet.