Das Land

Winston Churchill nannte Uganda„die Perle Afrikas“, und genau das ist es auch!

Ein Land voller einzigartiger und vielfältiger Naturschönheiten. Uganda ist ein Binnenstaat in Ostafrika und liegt auf Äquatorhöhe. Die Landschaft wird teils durch Savannen, teils durch üppige Wälder und Gebirge geprägt.

Uganda ist mit kaum einem anderen afrikanischen Land zu vergleichen. Seine üppige Vegetation, die terrassenförmig angelegten Hügel, wunderbare Berge, weite Ebenen und ein neues Panorama an jeder Ecke – Uganda bietet wirklich ein wenig von allem.

Obwohl Uganda nicht mit solch immensen Tierpopulationen und einer derartigen Naturvielfalt wie einige seiner Nachbarländer gesegnet ist, bietet es spektakuläre Landschaften, eine reichhaltige Vogelwelt und unverfälschte Begegnungen mit Menschen, die zu den freundlichsten Afrikas zählen. Im Südosten des Landes liegt der Viktoriasee, aus dem der Nil gespeist wird und der mit 68.870 m² der drittgrößte natürliche See der Erde ist.

Uganda ist aber auch eines der ärmsten Länder der Welt. 80% der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Für Menschen in allen Landesteilen bedeutet es eine Herausforderung, ihre Existenz zu sichern und die Grundbedürfnisse ihrer Familien zu decken. Die Lebensmittelpreise haben sich in den letzten Jahren stark erhöht. 1 kg Zucker ist beispielsweise teurer als bei uns und das bei einem Einkommen, das vielfach bei unter einem Euro pro Tag liegt.

Aufgrund der politischen Wirren der jüngsten Vergangenheit hat sich bisher kein Massentourismus entwickelt. Deshalb sind während der Reise durch dieses Land viele ursprüngliche Afrika-Erfahrungen garantiert. Die meisten Menschen strahlen Optimismus und Hoffnung aus.

Englisch wird fast überall gesprochen. Eine weitere Sprache, die ganz Ostafrika verbindet, ist Swahili. Neben diesen beiden offiziellen Sprachen existieren in Uganda noch viele weitere lokale Sprachen.

Im Gesundheitsbereich stellen die geringe Lebenserwartung, die hohe Kindersterblichkeitsrate und ebenso die hohe Müttersterblichkeitsrate die größten Herausforderungen dar. Insbesondere die Auswirkungen der HIV/AIDS Epidemie, die noch vor Malaria und Tuberkulose die Krankheit mit den meisten Todesfällen in Uganda darstellt, sind gravierend.

Uganda verfügt über den weltweit höchsten Anteil an Kindern und Jugendlichen in der Bevölkerung, mehr als die Hälfte der Bewohner ist jünger als 14 Jahre.

Die allgemeine Schulpflicht ist zwar gesetzlich verankert, aber ein Großteil der Lehrer ist nicht ausreichend ausgebildet.
Die Einschulungsraten im Sekundarbereich liegen gerade noch bei
15%. Die ugandische Regierung hat in den letzten Jahren die Schulgebührenbefreiung für den primären Bildungssektor durchgesetzt. Allerdings sind diese kostenbefreiten Schulen zumeist nicht in der Lage, ausreichende Bildung zu vermitteln. Geld für Schulmaterialien ist nicht vorhanden und somit gibt es oft weder Schulbücher noch Stifte und Hefte für die Schüler. Das sind wirklich unbefriedigende Voraussetzungen für eine gute Schulbildung. Es kommt noch hinzu, dass viele Eltern kein Geld haben, um die Schuluniform für ihr Kind zu kaufen. Waisenkinder haben da schon gar keine Chance. 45% der Kinder und Jugendlichen können keine Schule besuchen und in Uganda gibt es mehr als 2 Millionen Waisenkinder, deren Eltern an AIDS verstarben.

Einige Waisenkinder haben das Glück in sogenannten "foster homes" (Pflegefamilien) aufgenommen zu werden. Der Großteil dieser foster homes wird von Frauen geleitet. Diese Frauen sind oft Witwen, die zunächst ihre eigenen Kinder und die Kinder der verstorbenen Geschwister versorgen. Im Laufe der Zeit kommen dann viele andere Kinder dazu. Manchmal Straßenkinder, die den Weg dorthin finden oder einfach die Kinder aus dem weiteren Umfeld. Einige dieser Frauen betreuen mehr als 50 Kinder, ohne Unterstützung, von welcher Seite auch immer, zu bekommen. Allein die Aufgabe die Kinder zu ernähren ist echte Meisterleistung und man kann nur den allergrößten Respekt vor diesen Frauen haben.