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Mädchen in Entwicklungsländern:

 

"Watoto  wote  wana  haki  sawa!"

(Alle  Kinder  haben  die  gleichen  Rechte!)

 

Viele fragen sich sicherlich, warum uns  gerade die Förderung der Mädchen so sehr am Herzen liegt. Die Erklärung ist ebenso einfach wie traurig :

 

Fakt ist: noch immer werden Mädchen in aller Welt doppelt benachteiligt - weil sie weiblich und weil sie jung sind.

 

Im Krankheitsfall erhalten Mädchen oftmals keine Medikamente. Sie sind häufiger körperlicher und psychischer Gewalt ausgesetzt. Allzu oft werden Mädchen früh verheiratet und gebären viel zu jung Kinder. Kinderhandel sowie die wirtschaftliche und sexuelle Ausbeutung betreffen besonders Mädchen und junge Frauen. Andere kommen erst gar nicht zur Welt: In vielen Ländern werden weibliche Föten abgetrieben.  Doch das ist nicht einfach nur Pech:

Es sind Menschenrechtsverletzungen !!!

 

Oft schätzen Familien den Wert einer Schulbildung nicht genügend und lassen ihre Töchter lieber zuhause mitarbeiten. Außerdem werden Mädchen häufig ungewollt schwanger und müssen dann heiraten. Viele erfahren sexualisierte Gewalt in  der Schule. Ist die Schule weit vom Elternhaus entfernt – und das ist gerade bei weiterführenden Schulen oft der Fall - fürchten viele Eltern, dass ihren Töchtern auf dem Weg zur Schule etwas geschieht.

 

Bildung ist mehr als Lesen und Schreiben können

Bildung hat in vielerlei Beziehung Einfluss auf Mädchen im jugendlichen Alter . Bildung ist viel mehr, als Kenntnisse in Mathematik, Lesen und Schreiben zu erwerben. Eine gute Bildung sollte Mädchen Lebenskompetenzen vermitteln, so dass sie selbstbestimmt leben und eigene Entscheidungen treffen können, etwa, was ihre reproduktive Gesundheit angeht. Ein gebildetes Mädchen wird in der Regel später heiraten und weniger Kinder bekommen. Sie hat bessere Chancen, ihre Kinder gesund großzuziehen  und ist weniger schutzlos gegenüber Gewalt. Es ist erwiesen, dass mit der Bildungsrate von Frauen auch die Produktivität einer Region steigt.

 

Mädchen  haben einen weiteren Grund, der sie an der ununterbrochenen Teilnahme des Unterrichtes hindert. Nicht selten führt dieses Problem auch zum Schulabbruch.  Dieses Problem wird so gut wie nirgends erwähnt  - es ist geradezu ein Tabuthema und für uns hier in Europa ist es auch gar nicht vorstellbar.

 

Die Mädchen können während ihrer Menstruation nicht am Unterricht teilnehmen. Warum ? Weil sie  sich keine Hygieneartikel kaufen können. Damenbinden sind ein absolutes Luxusgut. Manchmal haben die Mädchen  kleine Stoffläppchen, die aber auch nur bedingt saugfähig sind und die mehrfach am Tag ausgewaschen werden müssen. Normalerweise haben sie aber gar nichts. Kaum ein Mädchen hat mehr als 2 Slips zur Verfügung – die meisten  auch nur einen einzigen. Wegen des fehlenden Schutzes können sie am Unterricht nicht teilnehmen. Natürlich führt dieses regelmäßige Fehlen dazu, dass sie einen Teil des Lehrstoffs verpassen und das wiederum führt dazu, dass einige Mädchen die Schule abbrechen müssen.

 

Auch diese Tatsache verstärkte unseren Wunsch nach einem reinen Mädchen-Bildungszentrum.

 

Maras Schlüsselerlebnis zu diesem Thema : „ . . . ich werden nie vergessen, als ich zum ersten Mal mit meinem 16 jährigen Patenmädchen und einigen weiteren Mädchen auf dem Markt zum Einkaufen war. Ich hatte jedem Mädchen umgerechnet € 20,- gegeben und ihnen gesagt, sie können sich davon kaufen, was sie möchten. Einzige Bedingung war, dass sie sich ein paar Schulschuhe (feste , schwarze Schuhe, die zur Schuluniform gehören) kaufen. Nachdem diese Schuhe gekauft waren, gingen die Mädchen an einen Stand, der Hygieneartikel verkaufte. Jedes der Mädchen kaufte sich einen Arm voller Packungen mit Damenbinden. Vielleicht kann man sich vorstellen, wie fassungslos ich war.  Ich bin sicher, sie haben sich darüber mehr gefreut, als so mancher Teenager hier, der einen Tablet PC geschenkt bekommt.  Von dem Rest des Geldes kauften sich die Mädchen Seife, einfachste Hautcreme und Unterwäsche und je eine Jacke. Dieser Einkaufstag hat mich sehr bewegt und mir gezeigt, dass auch ich – obwohl ich glaube, vieles über die Lebenswirklichkeit von Menschen in Ostafrika zu wissen – mir über Dinge, die bei uns selbstverständlich sind, zu wenig Gedanken gemacht habe.“

 

Hier ein traumhaftes Musikvideo , dass prominente SängerInnen aus verschiedenen afrikanischen Ländern anlässlich des 1. internationalen Mädchentages   für Plan RESA ( Region süd-östliches Afrika) aufgenommen haben :

 

 

 

"because I am a girl" . . .  aus der Mädchenkampagne von Plan International

 

 

                    Hier gibt es den Text und einige Infos zum Lied 

 

                                           * * *  * * * *  * * * * * *

 

 

 

Nachfolgend Fakten und Zahlen  aus der Mädchenstudie des Kinderhilfswerks Plan International:

 

Wichtige Fakten über die Situation von Mädchen

Überleben

· Bereits im Mutterleib vor der Geburt werden Mädchen diskriminiert, wie die wachsende Zahl von Abtreibungen weiblicher Föten in einigen Teilen der Welt zeigt. So „fehlen“ schätzungsweise 100 Millionen Mädchen in diesen Gesellschaften.

· Schätzungsweise 450 Millionen Frauen in Entwicklungsländern sind aufgrund von Proteinmangel während ihrer Kindheit unterentwickelt.

Familienleben

· Millionen von Mädchen in Entwicklungsländern werden früh verheiratet. Sie leben mit den Risiken, die dies für ihre Bildung, ihre Gesundheit und ihre wirtschaftlichen Möglichkeiten bedeutet.

Zum Beispiel sind 60 Prozent der Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren in Gebieten südlich der Sahara verheiratet, da Gesetze zu ihrem Schutz kaum umgesetzt werden.

· Schätzungsweise 140 Millionen Mädchen und Frauen wurden bereits an ihren Genitalien verstümmelt. Jedes Jahr kommen geschätzt weitere zwei Millionen dazu.

Bildung

· 65  Millionen Mädchen im Grundschulalter gehen nicht zur Schule. Dies sind mehr als alle  Mädchen in Nordamerika und Europa zusammen.

· Auch wenn sich die Schulbildung von Mädchen in den nördlichen Ländern verbessert hat, werden Frauen für die gleiche Arbeit noch immer schlechter bezahlt als Männer. Frauen  üben zudem häufiger eine gering bezahlte Beschäftigung aus.

Gesundheit

· Schwangerschaftsbedingte Erkrankungen sind weltweit noch immer die häufigste Todesursache bei jungen Frauen zwischen 15 und 19 Jahren. Eine halbe Million Frauen sterben jedes Jahr durch Komplikationen bei der Schwangerschaft.

· Mädchen und Frauen sind mittlerweile mehr gefährdet, sich mit dem HI-Virus anzustecken als Männern. 59 Prozent aller HIV-positiven Menschen über 15 Jahre in Afrika südlich der Sahara sind Frauen.

Arbeit

· 90 Prozent der Kinder, die in fremden Haushalten arbeiten, sind Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren. Sie laufen Gefahr, sexuell und wirtschaftlich ausgebeutet zu werden, und sind häufig  Opfer von Gewalt und Missbrauch.

 

 

 

 

 


  

 

 

 

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